Inklusion an Berufsschulen


von
Volker Hoffmann
vierte leicht erweiterte Version 09.01.2014

Gliederung
1 Berufsschule - die wirkliche Gesamtschule der Sekundarstufe II
2 Exemplarisch: Die Struktur des Robert-Wetzalr-Berufskollegs
3 Die Vision
4 Kleine Schritte
4.1 Berufliche Inklusion von Menschen mit geistiger Behinderung am Robert-Wetzlar-Berufskolleg
4.2 Berufliche Inklusion in der Höheren Berufsfachschule Sozial- und Gesundheitswesen
5 Resümee
6 Literaturverzeichnis


"Ich bin ein realistischer Träumer. Wer seinen Traum verwirklichen will, muss sich der Schwierigkeiten bewusst sein, die es zu überwinden gilt, und hart für sein Ziel arbeiten. Aber alles beginnt mit einem Traum: jede wegweisende Idee, jede Veränderung." Kofi Annan1

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am 30.03.2007 die UN-Konvention2 über die Rechte von Menschen mit Behinderung unterschrieben. Ich bezweifle, dass ihr bewusst war, dass sie damit auch die Unterschrift für die Abschaffung des viergliedrigen Schulsystems in Deutschland geleistet hat.

Denn Inklusion3 bedeutet im Bildungsbereich zu aller erst "Gemeinsamer Unterricht", aber nicht nur wie es in der Realität passiert, Gemeinsamer Unterricht von Hauptschülern und Förderschülern oder Gesamtschülern und Förderschülern, sondern von allen Schülern.

Die reale Situation ist die, dass die Gymnasien sich bei der Inklusion in aller Regel vornehm zurückhalten, nimmt man aber den Gedanken der Inklusion ernst, dürfte dieser das Ende der Gymnasien bedeuten. Denn grundlegende Voraussetzung für den Gemeinsamen Unterricht aller Schüler, ist eine Schule, in der alle lernen – eine Gesamtschule und kein Gymnasium.

1 Berufsschule - die wirkliche Gesamtschule der Sekundarstufe II

Welche Schule aber ist in der Sekundarstufe II wirklich Gesamtschule? Sicherlich nicht die Gesamtschule. Die heißt zwar so, ist aber in Wirklichkeit auch nur eine gymnasiale Oberstufe. Deshalb endet Inklusion in der Gesamtschule in der Regel mit der zehnten Klasse.

Wirkliche Gesamtschule in der Sekundarstufe II ist die Berufsschule. Der Einfachheit halber möchte ich das am Bonner Robert-Wetzlar-Berufskolleg, der Schule, an der ich unterrichte, erläutern.

2 Exemplarisch: Die Struktur des Robert-Wetzlar-Berufskollegs4

Das Robert-Wetzlar-Berufskolleg besuchen 2700 Schüler und Schülerinnen, davon ca. 300 mit den Förderschwerpunkten Lernen und soziale und emotionale Entwicklung. 160 Lehrer unterrichten hier in 25 unterschiedlichen Bildungsgängen, alle Schulabschlüssen – vom Hauptschulabschluss Klasse 9 bis zum Abitur – können erworben werden.

Und nimmt man den Gedanken des Gemeinsamen Lernens aller ernst, kann das für die Sekundarstufe II nur bedeuten, dass am Ende nur eine Schulform übrigbleibt – die Schule, die heute Berufsschule heißt.

Die Berufsschule ist also heute schon Gesamtschule, ist sie aber auch schon inklusiv? Diese Frage muss eindeutig mit nein beantwortet werden.

Um das wirklich zu verstehen, muss man sich genauer mit der Struktur von Berufsschulen auseinandersetzen – wiederum am Beispiel des Robert-Wetzlar-Berufskollegs.

Hier findet man als erstes die Abteilung Vorberufliche Bildung. In der finden sich die Jugendlichen mit Behinderung und die Benachteiligten, in der Regel ohne Schulabschluss:

Internationale Förderklasse - Das Werkstattjahr der Caritas - Die Jugendwerkstatt der Caritas - Das Berufsorientierungsjahr - Jugendliche ohne Berufsausbildungsverhältnis. Sie können den Hauptschulabschluss nach Klasse Neun erwerben.

Schüler mit "einfachem" Hauptschulabschluss besuchen die Berufsgrundschuljahre:
- Körperpflege
- Sozial- und Gesundheitswesen
- Berufsgrundschuljahr Ernährung und Hauswirtschaft mit Hotel- und Gaststättengewerbe
- Berufsgrundschuljahr Sprachliche Qualifikation.
Sie können die Fachoberschulreife erwerben.

Es wird in vier Berufsfeldern unterrichtet:
Ernährung und Hauswirtschaft
Körperpflege und Kosmetik
Sozial- und Gesundheitswesen
Hotel- und Gaststättengewerbe.

Folgende Berufsabschlüsse kann man erwerben:
• Köchin / Koch
• Beiköchin / Beikoch
• Hotelfachleute
• Restaurantfachleute
• Fachkraft im Gastgewerbe
• Fachleute für Systemgastronomie
• Friseur
• Hauswirtschafter
• Kinderpfleger
• Sozialhelfer
• Erzieher
• Heilerziehungspfleger
• Kosmetiker

Die Allgemeine Fachhochschulreife wird erreicht in der
• Höheren Berufsfachschule Sozial- und Gesundheitswesen
• und der Fachoberschule Sozial- und Gesundheitswesen.

In einigen Erzieherklassen kann man auch die Allgemeine Hochschulreife erwerben.

Und schließlich kann man sich weiterbilden zum Heilpädagogen, in der Sprachförderung und im Hauswirtschafts Meisterkurs.

Zwar gibt es auch Berufsschulen, die nicht so vielfältig sind wie das Robert-Wetzlar-Berufskolleg, bspw. Berufsschulen mit nur einem Berufsfeld. Insgesamt aber steht die Struktur des Robert-Wetzlar-Berufskollegs exemplarisch für die Komplexität von Berufsschulen.

3 Die Vision

Bei der Frage, wie Inklusion an Berufsschulen aussehen soll, muss man zuerst klären, wer überhaupt inkludiert werden soll.

Inklusion meint in der Regel Inklusion von Menschen mit Behinderung, in der Schule Inklusion von Schülern mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf.

In Nordrhein-Westfalen verschwindet aber mit dem Übergang von der Sekundarstufe I zur Sekundarstufe II dieser Förderbedarf. Das bedeutet: Das Robert-Wetzlar-Berufskolleg nimmt viele Schüler von Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Lernen und soziale und emotionale Entwicklung auf. Diese Schüler aber haben in der Sekundarstufe II offiziell keinen sonderpädagogischen Förderbedarf mehr. Dies ist ein Wunder oder ein bildungspolitischer Skandal.

Oft werden dann diese Schüler als benachteiligt bezeichnet. Schauen wir uns nun an, was unter Benachteiligung verstanden wird:

"Zu sozialen Benachteiligungen zählen solche durch die soziale Herkunft, die ökonomische Situation, familiäre Bedingungen, Bildungsferne, darüber hinaus durch das Geschlecht, die ethnische oder kulturelle Herkunft. Von einer sozialen Benachteiligung geht man in der Regel dann aus, wenn die altersmäßige gesellschaftliche Integration nicht wenigstens durchschnittlich gelungen erscheint."5

Hier wird deutlich, dass die Begriffe Benachteiligung und Behinderung nicht klar voneinander abzugrenzen sind, zumindest, wenn es um die Förderschwerpunkte Lernen und soziale und emotionale Entwicklung geht. Hier wie dort ist ein gravierendes Merkmal die mangelnde gesellschaftliche Integration oder wie es oft auch heißt die mangelnde Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Sowohl aus der bad practice des Landes Nordrhein-Westfalen, den sonderpädagogischen Förderbedarf mit dem Übergang zur Sekundarstufe II verschwinden zu lassen, als auch aus den Unschärfen der Begriffe Behinderung und Benachteiligung ergibt sich, dass Inklusion an Berufsschulen Inklusion von Menschen mit Behinderungen und mit Benachteiligungen meinen muss.

Strukturellen Veränderungen innerhalb der Berufsschulen

Angesichts der Komplexität des Systems Berufsschule mag die Frage, wer mit wem inkludiert werden soll, zurecht Verwirrung auslösen. Wo soll der junge Mensch mit dem Förderbedarf Lernen inkludiert werden, bei den Erziehern, den Kosmetikern, den Köchen oder den Klassen, die die Allgemeine Fachhochschulreife zum Ziel haben?

Ich möchte zur Behebung der Verwirrung folgendes Prinzip vorschlagen:
Es lernen die zusammen, die auch später zusammen arbeiten.

Bei dem Beispiel Arbeitsplatz Küche bedeutet das: Alle die, die Küchenmeister, Koch, Beikoch oder Küchenhilfe werden wollen, lernen gemeinsam. Dies hat auch Vorteile für den angehenden Küchenmeister. Denn schon während seiner Ausbildung macht er sich vertraut mit dem Umgang mit lernbehinderten Beiköchen oder geistig behinderten Küchenhilfen, die er später in der Großküche anzuleiten hat.

Entwickelt man diesen Gedanken weiter, so ergibt sich eine grundlegende Veränderung des Systems Berufsschule: Die Auflösung der Abteilungen der vorberuflichen Bildung und die Inklusion der jeweiligen Schüler in die Berufsleder der jeweiligen Berufsschule. Für das Robert-Wetzlar-Berufskolleg bedeutet das die Inklusion der vorberuflichen Bildung in die Berufsfelder Körperpflege, Hotel und Gaststätten, Hauswirtschaft und Soziales und Gesundheit.

Inklusion der vorberuflichen Bildung in die Berufsfelder

Körperpflege Hotel und Gaststätten Hauswirtschaft Soziales und Gesundheit
Berufsgrundschuljahre Schüler mit Hauptschulabschluss
Vorberufliche Bildung Schüler ohne Hauptschulabschluss
Förderschwerpunkte Lernen, soziale und emotionale Entwicklung


Neue Aufgaben von außen
Das System Berufsschule muss sich aber nicht nur in sich verändern, sondern auch Schüler aufnehmen, die bisher weitgehend aus der Berufsschule ausgeschlossen werden: Schüler mit dem Förderschwerpunkt z.B. geistige Entwicklung, Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderung oder mit Sinnesbehinderungen.

Am Robert-Wetzlar-Berufskolleg werden bereits Menschen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung unterrichtet. Darauf wird an späterer Stelle in diesem Artikel eingegangen.

Für Schüler mit Körperbehinderungen misslingt der Zugang zur Berufsschule häufig wegen fehlender Barrierefreiheit. Kernstück hier ist der Rollstuhl gerechte Fahrstuhl, den das Robert-Wetzlar-Berufskolleg beantragt hat.

Das Modell der individuellen Lernzeit

Untrennbar verknüpft mit dem Gemeinsamen Unterricht ist die individuelle Förderung. Davon ist auch an Berufsschulen viel die Rede, aber die Taten hinken den Worten hinterher.

Zuallererst gehört dazu die Individualisierung der Lernzeit, die an Förderschulen schon lange selbstverständlich ist, für alle Schüler.

Als Beispiel sei hier die Höhere Berufsfachschule Sozial- und Gesundheitswesen (BFH) angeführt, die bisher in zwei Jahren zur Allgemeinen Fachhochschulreife führt. Setzt man die Individualisierung der Lernzeit um, so gibt man den Schülern in Zukunft ein bis drei Jahre Zeit, zum Abschluss zu gelangen. Positive Folge ist, dass das "Sitzenbleiben" fast völlig verschwindet.

Diese muss einhergehen mit einer Modularisierung der Lerninhalte. Erläutert sei das wiederum an der BFH im Fach Deutsch. Mögliche Module sind hier u.a. mögliche Themen der Abschlussprüfung:

Modul 1 Analyse von Kurzgeschichten

Modul 2 Analyse von Sachtexten

Modul 3 Textgebundene Erörterung

Modul 4 usw.

Dazu stellen die Lehrer die gesamten Materialien für alle Module bereit. Der Schüler, beraten vom Lehrer, wählt das Modul aus, das er bearbeiten möchte. In diesem Beispiel ist die Reihenfolge der Module frei wählbar, da sie nicht aufeinander aufbauen. In anderen Fällen kann Modul zwei erst nach Modul eins bearbeitet werden, da Modul zwei auf eins aufbaut. Darauf ist der Schüler hinzuweisen. Der Schüler mit der Stärke in Deutsch und der Schwäche in Mathematik kann dann die Deutschmodule rasch bearbeiten und sich für die Mathematikmodule mehr Zeit nehmen. Für den Schüler mit der Stärke in Mathematik und der Schwäche in Deutsch gilt selbstverständlich das Umgekehrte.

Wahrscheinlich ist, dass der Schüler mit der Stärke in Deutsch sich im bisherigen Deutschunterricht manchmal gelangweilt hat und der Schüler mit der Stärke in Mathematik im Mathematikunterricht. Umgekehrt dürfte der eine manchmal im Mathematikunterricht überfordert gewesen sein und der andere in Deutsch. Zu erwarten ist, dass diese Langeweile und diese Überforderung bei der individualisierten Lernzeit verschwinden. Klausuren zu jedem Modul werden vierteljährlich angeboten. Abschlussprüfungen halbjährlich.

Der aufmerksame Leser wird gemerkt haben, dass dieses Modell nur funktioniert, wenn der Klassenverband aufgelöst wird. Dabei entsteht die Gefahr der Vereinzelung und Isolation von Schülern. Denn Klasse und Klassenlehrer sind wichtige soziale Orientierungen für Schüler im traditionellen System.

Im neuen System verschwindet aber der Klassenlehrer nicht, sondern er erhält eine neue Funktion. Neudeutsch würde man das Casemanager nennen. Jedem Schüler wird ein Lehrer zur Seite gestellt, der diesen Schüler vom ersten bis zum letzten Tag in der Berufsschule begleitet, berät und unterstützt.

Alle Schüler, die ein Lehrer begleitet, werden dann zu einer Gruppe zusammengefasst, die sich jede Woche zum Austausch trifft und auch gemeinsame Aktivitäten wie z.B. "Klassen"fahrten durchführt.

Da in dieser Vision der Gemeinsame Unterricht bereits stattfindet, wird diese Gruppe heterogen sein und werden sich in ihr Menschen mit und ohne Behinderung finden. Das bedeutet aber, dass man für die Gruppe zwei Lehrer hat, nämlich einen Regellehrer und einen Förderlehrer, die gemeinsam im Teamteaching die Gruppe leiten – eine Gruppe von vielleicht 20 Regel- und vier Förderschülern.

Die Lehrerrolle wird sich grundlegend verändern: vom Alleinunterrichter zum Teamteacher. Eine wesentliche Aufgabe dieses Teams wird es sein, eine inklusive Atmosphäre zu schaffen, bei aller Verschiedenheit eine Atmosphäre gegenseitigen Respekts, gegenseitiger Unterstützung und Wertschätzung.

In diesem Modell wird die Berufsschule zum heterogenen-menschlichen Modell einer heterogenen Gesellschaft. Um auf das Beispiel des Arbeitsplatzes Küche zurückzukommen: Küchenmeister haben dann bereits den Umgang mit Menschen mit Behinderungen gelernt und benötigen keine so umfangreiche Beratung mehr, wenn in ihrer Küche ein Mensch mit Behinderung ein Praktikum macht oder dort seine Arbeit aufnimmt. Und auch der Mensch mit Behinderung wird eine geringere Schwellenangst haben. Denn Leute, die in der Großküche arbeiten, kennt er ja schon.

Die in Zukunft Mächtigen – Küchenmeister, Sozialpädagogen, Lehrer, Manager, usw. – werden lernen, dass Macht nicht dazu da ist, die Schwächeren auszunutzen oder zu demütigen, sondern sie zu unterstützen und zu stärken. Dies wird ein Gewinn nicht nur für die Menschen mit Behinderung, sondern für die gesamte Gesellschaft sein. Denn nicht am Bruttosozialprodukt erkennt man die Qualität einer Gesellschaft, sondern am Umgang mit den Schwachen.

Ressourcen

Zum Teil ist oben schon angedeutet worden, welche Ressourcen benötigt werden. Hierzu gibt es auch schon viele Listen, die teilweise auch deutlich umfangreicher sind, als die Punkte, die ich anspreche. Ich möchte mich aber auf die Kernpunkte beschränken:

• Lerngruppengröße: 20 Regelschüler und vier Förderschüler oder 18+5 oder 22+3

• durchgängige Doppelbesetzung mit einem Regellehrer und einem Förderlehrer

• separater pädagogisch nutzbarer Nebenraum.

Dieser Ressourcenrahmen kostet viel Geld. Aber Inklusion in der Schule ist nicht zu haben ohne die entsprechende Qualität. Und das wird die wahrscheinlich wichtigste schulpolitische Auseinandersetzung der nächsten Jahre.

Werden diese Ressourcen nicht bereit gestellt, werden alle leiden: Regel- und Förderschüler, ihre Eltern und Regel- und Förderlehrer. Sicherlich werden für eine angemessene Qualität von Inklusion Gelder vom Bund zu den teilweise unter ihrer Schuldenlast ächzenden Bundesländern, Städten und Kommunen verlagert werden müssen und sicherlich wird die Bundesrepublik Deutschland ihren Anteil für Bildung am Bruttosozialprodukt steigern müssen. Aber dass das möglich ist und von vielen anderen Ländern schon seit langem praktiziert wird, zeigt nachstehende Statistik der OECD:



4 Kleine Schritte

Würde man diese Vision an einer Berufsschule von einem Schuljahr zum nächsten umsetzen wollen, gäbe es einen großen Aufschrei im Kollegium. Und auch mir wird bei diesem Gedanken Angst und Bang. Denn Veränderungen sind nur dann sinnvoll durchsetzbar, wenn die davon Betroffenen sie mittragen.

Deshalb schließe ich mich Wissenschaftler Grewe an. Er "fordert vor allem Bedächtigkeit: "Die Schulbehörden sollten mit wenigen Schulen anfangen, die sie richtig gut ausstatten. Dann kann Inklusion Schritt für Schritt ausgebaut werden ohne dass die Kinder ihrem Schicksal überlassen werden.""6

Wiederum am Beispiel des Robert-Wetzlar-Berufskollegs möchte ich nun zwei solcher kleiner Schritte aufzeigen:

4.1 Berufliche Inklusion von Menschen mit geistiger Behinderung am Berufskolleg

Bildungsgang: "Sonderpädagogische Förderklasse (SFK)"
Ernährung und Hauswirtschaft/Hotel und Gaststätten
Vorbemerkung


Nach der reinen Lehre ist die sonderpädagogische Förderklasse sicherlich nicht inklusiv. Denn 12 Menschen mit Behinderung werden hier in einer separaten Klasse unterrichtet. Dennoch ist dieser Bildungsgang hinsichtlich Inklusion ein deutlicher Fortschritt. Denn die Unterrichtung von Menschen mit geistiger Behinderung an einer Berufsschule ist nach wie vor die große Ausnahme. Noch wichtiger aber ist die Zielsetzung, nämlich die Inklusion ins Berufsleben.

Das Konzept

Seit Sommer 1998 existiert am Robert-Wetzlar-Berufskolleg in Bonn ein Bildungsgang, in dem leistungsstarke Schüler und Schülerinnen der Schule für geistige Entwicklung auf eine Tätigkeit des ersten Arbeitsmarktes in Restaurants, Hotels und Seniorenheimen vorbereitet werden. Der Bildungsgang dauert zwei Jahre und zum Sommer 2006 konnten sieben von zwölf Schüler erfolgreich vermittelt werden.

An Frau Severin, die damalige Schulleiterin des Robert-Wetzlar-Berufskollegs, traten Mitte der 90er Jahre der Elternverein Insel und Herr Schammler, Schulleiter der Paul-Moor-Schule – Werkstufenschule für geistig Entwicklung - heran mit der Bitte, SchülerInnen dieser Schule für eine Tätigkeit in einem Hotel, das der Elternverein bauen wollte, anzulernen.

In Hamburg wurde vor Jahren ein Hotel gegründet, in dem bis heute Menschen mit Behinderung arbeiten, die zuvor an einer Berufsschule dafür ausgebildet wurden. Dieses Projekt sollte nachgeahmt werden. Vielfältige inklusive Aspekte – z.B. der Kontakt mit den Gästen - kommen dort zum Tragen, letztlich aber bleibt dieses Hotel ein besonders geschützter Betrieb. Entsprechend war auch die Konzeption des ersten Durchgangs am Robert-Wetzlar-Berufskolleg angelegt. Weite Teile des Unterrichts fanden noch in der Paul-Moor-Schule statt und Praktika in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes führten die Schüler nur in den letzten 8 Monaten des zweijährigen Bildungsgangs durch. Als nach einem Jahr Schule aber klar wurde, dass das von der Elterninitiative geplante Hotel nicht realisiert werden konnte, entschloss sich das Lehrerteam zu versuchen, die Schüler auf dem ersten Arbeitsmarkt unterzubringen. Obwohl die Schüler gar nicht unter dieser Zielsetzung ausgesucht waren, konnten vier von neun vermittelt werden. Dies überraschte das Lehrerteam und ermutigte es zugleich, die Konzeption dahingehend weiterzuentwickeln, dass nun von vorne herein für den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet wird.

Heute wird dieser Bildungsgang in Kooperation mit der Königin-Juliana-Schule, Schule für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, durchgeführt. Das bedeutet, dass die Schüler als Schüler der Königin-Juliana-Schule zählen, aber am Berufskolleg unterrichtet werden. Ein Sonderschullehrer ist von der Förderschule an das Berufskolleg abgeordnet und die Berufsschullehrer sind mit den Unterrichtstunden, mit denen sie in der Förderklasse unterrichten, an die Förderschule abgeordnet.

Adressaten sind Jugendliche und junge Erwachsene, die auf dem freien Arbeitsmarkt nicht konkurrenzfähig sind, aber mit einem Arbeitsplatz in der Werkstatt für Behinderte unterfordert sind. Das sind in der Regel leistungsstarke Schüler und Schülerinnen der Schule für geistige Entwicklung und leistungsschwache Schüler der Förderschule Lernen. Auch Schüler der Förderschule körperliche und motorische Entwicklung kommen in Frage, ebenso SchülerInnen mit entsprechenden Behinderungen aus dem gemeinsamen Unterricht in Regelschulen. Von der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung wechseln die SchülerInnen in der Regel nach der Absolvierung der Berufspraxisstufe zum Berufskolleg.

Zielsetzung: Neben den Heimen hat sich schon seit einiger Zeit das Betreute Wohnen als eine Wohnform etabliert und bewährt, die Menschen mit Behinderung ein recht hohes Maß an Inklusion in die Gesellschaft ermöglicht. Betreutes Wohnen bedeutet, dass behinderte Menschen in Wohnungen leben wie andere Menschen auch. Sie erhalten Unterstützung durch Betreuer, die sie ein- bis dreimal in der Woche besuchen und die notwendigen Hilfen zum ansonsten weitgehend selbständig geführten Leben geben.

Im Bereich des Arbeitens fehlen bisher vergleichbare Möglichkeiten. Betreutes Arbeiten – gleichbedeutend mit "unterstützter Beschäftigung" - bedeutet analog dem Betreuten Wohnen, dass die Menschen mit Behinderung in Betrieben des freien Arbeitsmarktes arbeiten, wie andere Menschen auch, aber in der Bewältigung ihres Arbeitsalltags durch Betreuer unterstützt werden. Die Menschen mit Behinderung erhalten vom Betrieb eine leistungsgerechte Bezahlung. Die Betreuung wird von der Schule, der Agentur für Arbeit oder dem Landschaftsverband Rheinland finanziert.

Für den Adressatenkreis bedeutet diese Form des Betreuten Arbeitens eine größtmögliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Bereich der Arbeitswelt, die ihnen bisher verwehrt war - Inklusion.


Unterrichtsgestaltung: In der Klasse lernen maximal 12 Schüler und Schülerinnen. Dies entspricht der maximalen Klassengröße an einer Schule für geistige Entwicklung. Unterricht wird erteilt sowohl im berufsbildenden als auch im berufsübergreifenden Bereich. Da die Adressatengruppe Schwierigkeiten bei Transferleistungen, z.B. bei der Übertragung von in der Schule erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten auf die Arbeitsplatzsituation zeigt, findet der Unterricht so weit wie möglich in den (zukünftigen) Lebensfeldern der Menschen mit Behinderung statt. Dies ist das didaktisch-methodische Grundprinzip dieses zweijährigen Bildungsgangs. Aus diesen (zukünftigen) Lebensfeldern ergeben sich somit auch die Lernfelder des Bildungsgangs.

Das bedeutet für den berufsbildenden Bereich, dass die Schüler und Schülerinnen schon während der Schulzeit ihren zukünftigen Arbeitsplatz in einem Praktikum kennenlernen und zunehmend der Praktikumsplatz Unterrichtsort wird. Dabei hat sich folgendes Modell für die Unterrichtswoche als sinnvoll erwiesen:

1. Schulhalbjahr: 5 Tage Unterricht in der Schule
2. Schulhalbjahr: 4 Tage Unterricht in der Schule – 1 Tag Praktikum im Betrieb
3. Schulhalbjahr: 3 Tage Unterricht in der Schule – 2 Tage Praktikum im Betrieb
4. Schulhalbjahr: 2 Tage Unterricht in der Schule – 3 Tage Praktikum im Betrieb.

Auf diese Weise wird den Schülern und Schülerinnen ein allmähliches Hineinwachsen in die Betriebe ermöglicht. Im Idealfall erfolgt dann eine Übernahme durch den Betrieb.
Mit zunehmendem Praktikumsanteil verlagert sich auch der Unterricht im Rahmen einer Anleitung vor Ort in den Praktikumsbetrieb. Dabei ist ein hohes Maß an Sensibilität und Zusammenarbeit mit dem Betrieb erforderlich, damit das Praktikum nicht nur schüler- sondern auch immer betriebsgerecht bleibt. (vgl. S.6 Das Praktikum)

Berufsfelder sind die Bereiche Ernährung und Hauswirtschaft, Hotel und Gaststätten. Denn gerade in diesen Dienstleistungsbereichen ist zu erwarten, dass der Arbeitsmarkt wächst und auch einfache Tätigkeiten, wie sie die Adressaten bewältigen können, bereithält. Hilfstätigkeiten in der Küche, wie das Putzen und Schneiden von Lebensmitteln, das Bedienen von professionellen Großspülmaschinen, das Eindecken von Tischen für Mahlzeiten, das Anreichen von Speisen und Getränken für hilfsbedürftige Menschen, Waschen und Mangeln mit Großmaschinen sind typische Tätigkeiten, die im Bildungsgang erlernt werden.

Ebenso lernen die Schüler, selbständig den Weg zur Schule und zum Praktikumsplatz zu bewältigen.

Individuelle Förderung ist eine zentrale Methode in diesem Bildungsgang. So wird ausgehend vom individuellen didaktischen Konzept für jeden Schüler ein Förderplan erstellt und es werden die jeweiligen zu erwerbenden Kompetenzen und die dazu notwendigen Methoden formuliert. Diese besondere Form der Binnendifferenzierung wird im folgenden Abschnitt an einigen Beispielen dargestellt.

Im Mathematikunterricht bspw. erlernen einige SchülerInnen das Legen und Benennen von kleineren Eurobeträgen wie 1,53 €, mit dem Sonderpädagogen, andere üben Grundrechenarten am Thema Einkaufsplanung mit dem zuständigen Fachlehrer des Berufskollegs.

Im Fach Deutsch, in dem besonders auch lautsprachliche und kommunikative Kompetenzen gefördert werden, entwerfen die SchülerInnen u.a. eine Schülerzeitung für das RWB. Auch hier arbeiten ein Förderpädagoge und ein Fachlehrer des Berufskollegs mit unterschiedlichen Lerngruppen. Schüler, die die Kulturtechnik des Schreibens und den Umgang mit einem PC beherrschen, verfassen einzelne Artikel. Andere arbeiten an der Gestaltung der Zeitung mit Hilfe von Bildern.

Nach dem Prinzip "Teilhabe am öffentlichen Leben für alle" gestaltet der Bildungsgang das Fach "Orientierung im öffentlichen Raum" als zentralen Lernort außerhalb der Schule für die Basiskompetenzen, die die behinderten Menschen für ihre Aufgaben am ersten Arbeitsmarkt benötigen.

Schließlich werden auch die Leistungen nach dem individuellen Lernfortschritt des jeweiligen Schülers beurteilt.

Um zu zeigen, wie sich der Bildungsgang in seinen zwei Jahren verändert, werden im Folgenden die Stundenpläne des ersten und letzten Schulhalbjahres gezeigt.

Stundenplan im ersten Halbjahr

Uhrzeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
1. St. 8.15-9.00h Servierkunde Maschinen- und
Gerätetechnik
Teilhabe am
öffentlichen Leben
Deutsch Homa Nahrungsmittel-
zubereitung
2. St. 9.00-9.45h Servierkunde Deutsch Teilhabe am
öffentlichen Leben
Wirtschaftslehre/
Einkauf
Nahrungsmittel-
zubereitung
Pause
3. St. 10.00-10.45h Servierkunde Deutsch Teilhabe am
öffentlichen Leben
Mathematik/
Einkauf
Nahrungsmittel-
zubereitung
4. St. 10.45-11.30h Deutsch Mathematik Teilhabe am
öffentlichen Leben
Mathematik/
Einkauf
Nahrungsmittel-
zubereitung
Pause
5. St. 11.45-12.30h Sport Haus-
und Wäschepflege
Teilhabe am
öffentlichen Leben
Kommunikation/
Theater
Nahrungsmittel-
zubereitung
6. St. 12.30-13.15h Sport Haus- und
Wäschepflege
Teilhabe am
öffentlichen Leben
Kommunikation/
Theater
Nahrungsmittel-
zubereitung
Mittagessen
13.15-13.45h
7. St. 13.45-14.30h Ernährungs-
lehre
Haus- und
Wäschepflege
Teilhabe am
öffentlichen Leben
Kommunikation/
Theater
Nahrungsmittel-
zubereitung
8. St. 14.30- 15.15h Ernährungs-
lehre
Religion Hygiene


Stundenplan im vierten Halbjahr

Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
1 P P P Mathematik/
Einkaufen
Deutsch
2 R R R Mathematik/
Einkaufen
Deutsch
3 A A A Mathematik/
Einkaufen
Nahrungsmittel-
zubereitung
4 K K K Teilhabe am
öffentl. Leben
Nahrungsmittel-
zubereitung
5 T T T Teilhabe am
öffentl. Leben
Nahrungsmittel-
zubereitung
6 I I I Teilhabe am
öffentl. Leben
Nahrungsmittel-
zubereitung
Mittagessen K K K Mittagessen Mittagessen
7 U U U Teilhabe am
öffentl. Leben
Nahrungsmittel-
zubereitung
8 M M M Teilhabe am
öffentl. Leben
Nahrungsmittel-
zubereitung


Das Praktikum: Wie bereits deutlich geworden ist, spielt das Praktikum in diesem Ausbildungsgang eine zentrale Rolle. Es ist Dreh- und Angelpunkt im Übergang von schulischer Bildung hin zu beruflicher Tätigkeit. Um die Menschen mit Behinderung zu Beginn des Praktikums mit der betrieblichen Umgebung vertraut zu machen, erfolgt zuerst eine einwöchige Intensivphase im Betrieb. In dieser hochsensiblen und wichtigen Anfangsphase ist eine 1:1-Betreuung für die Praktikanten und Praktikantinnen möglich und notwendig, will man das Praktikum gleichzeitig behinderten- und betriebsgerecht gestalten.

Behindertengerecht heißt dabei, dass die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Fähigkeiten individuell eingearbeitet werden. Betriebsgerecht hingegen bedeutet, dass man von den Betrieben, die immer auch ihre ökonomischen Interessen verfolgen müssen, keinen über das normale Maß hinausgehenden Aufwand an Einarbeitung für einen neuen Mitarbeiter erwartet.

Um eine Überbehütung zu vermeiden, hat der Praktikumsbetreuer die Aufgabe, sich in dieser Funktion möglichst rasch überflüssig zu machen. Die Praxisanleitung erfolgt durch die Lehrkräfte des Bildungsgangs.

Die 1:1-Betreuung soll darüber hinaus ermöglichen

• Arbeitgeber und Arbeitnehmer des Betriebes intensiv und individuell zu beraten
• Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu helfen, in der direkten Begegnung mit Menschen mit geistiger Behinderung evtl. vorhandene Ängste und Vorbehalte abbauen zu können
• gemeinsam mit Schülern, Praktikumsbetreuern, Arbeitgebern und Arbeitnehmern schüleradäquate und gleichzeitig betriebsgerechte Arbeitsfelder zu entwickeln.

Betriebs- und behindertengerecht wird im übrigen auch ein späterer Arbeitsplatz nur dann sein, wenn sicher gestellt ist, dass

• der Transport zum Arbeitsplatz nicht Aufgabe des Betriebes ist
• der Betrieb eine leistungsgerechte Entlohnung zu erbringen hat
• der Betrieb und der behinderte Mensch auf Dauer durch eine überbetriebliche Betreuung unterstützt werden.

Die Lehrer erhalten eine Stundenermäßigung von 0,5 Unterrichtsstunden pro Schuljahr für die Praktikumsbetreuung.

Personaleinsatz: In diesem Bildungsgang unterrichten als Lehrer und Lehrerinnen gleichermaßen Förderpädagogen und berufliche Fachlehrer der o.g. Berufsfelder, die sich mit ihren jeweiligen Kompetenzen ergänzen. Die Teamarbeit (Förderpädagoge und Fachlehrer des Berufskollegs) hat sich bisher als wesentlicher Faktor des Erfolgs dieses Bildungsgangs erwiesen. Zwei Lehrkräfte, ein Förderpädagoge und ein Fachlehrer des Berufskollegs, leiten diese Klasse gemeinsam.

Alle Unterrichtstunden dieses Bildungsgangs werden in Doppelbesetzung erteilt, um im Rahmen innerer Differenzierung möglichst individuell fördern zu können und den SchülerInnen sowohl in ihren berufsspezifischen Lernfeldern als auch in ihrem sonderpädagogischen Förderbedarf gerecht zu werden. Sie sind gemeinsam für die Planung und Durchführung des Unterrichts verantwortlich.

Die Lehrkräfte haben neben dem Unterricht folgende Aufgaben:

• individuelle psychosoziale Begleitung und Betreuung der behinderten Menschen
• Akquirierung von Praktikumsplätzen
• Ansprechspartner für Mitarbeiter und Betriebe, um Hilfen im Umgang mit Menschen mit Behinderung zu geben
• Praktikumsanleitung der behinderten Menschen in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern in den Betrieben.

Spezielle Aufgaben der Klassenleitung kommen hinzu:

• Angehörigenarbeit, z.B. Unterstützung in der bei Jugendlichen mit Behinderung besonders schwierigen Phase der Ablösung vom Elternhaus, Beratung über Anforderungen an die SchülerInnen bezgl. des ersten Arbeitsmarktes
• Organisation von Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Themen wie z.B. betreutes Wohnen, gesetzliche Betreuung, Erben und Vererben (vor dem Hintergrund der besonderen Situation eines Menschen mit Behinderung)
• Vernetzung des Bildungsgangs mit außerschulischen Organisationen zur Begleitung auf dem ersten Arbeitsmarkt (Integrationsfachdienst, Agentur für Arbeit)

Darüber hinaus erfordert dieser Bildungsgang weitere Aufgabenbereiche, für die der Bildungsgangkoordinator verantwortlich ist:

• Erste Auswahl- und Bewerbungsgespräche mit potentiellen Interessenten
• Kontakt mit Förderschulen in der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis
• Kontakte mit Trägern von Behinderteneinrichtungen in der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis
• Vorstellen des Konzeptes bei verschiedenen Organisationen und Verbänden
• Permanente Weiterentwicklung des Konzeptes
• Kontakt zwischen Werkstatt für Behinderte (WfB) und Betrieben zur Einrichtung eines möglichen "betriebsintegrierten Arbeitsplatzes"

Ergebnisse nach dem Durchgang Sommer 2004 – Sommer 2006

Vier Schüler und sieben Schülerinnen haben den Bildungsgang von Anfang bis Ende absolviert und nehmen in Zukunft folgenden beruflichen Weg:
• zwei Schülerinnen arbeiten im Altenheim in der Wäscherei
• eine Schülerin arbeitet in einer großen Fortbildungseinrichtung in der Küche
• ein Schüler arbeitet in einem Altenheim in der Wäscherei und als Hausmeisterassistent
• eine Schülerin arbeitet in einem integrativen Hotelbetrieb im Service
• ein Schüler wird im Restaurant des Robert-Wetzlar-Berufskollegs zum Beikoch ausgebildet – eine von den Anforderungen im Vergleich zur Ausbildung zum Koch in seinen Anforderungen reduzierte Ausbildung für lernbehinderte Menschen
• eine Schülerin und ein Schüler arbeiten in der Werkstatt für Behinderte (WfB)
• ein Schüler arbeitet in einem betriebsintegrierten Arbeitsplatz der Werkstatt für Behinderte
• ein Schüler wird einen Förderlehrgang besuchen.

Fünf Schülerinnen und Schüler haben also eine Arbeit gefunden und damit das Bildungsgangziel erreicht. Ein Schüler wird weiter im Bildungsprozess bleiben und mit einer, wenn auch reduzierten Ausbildung, mehr erreichen als in diesem Bildungsgang angestrebt ist. Zwei Schülerinnen und Schüler haben mit der Aufnahme in die Werkstatt für Behinderte das Bildungsziel nicht erreicht.

Ein Schüler bekommt einen betriebsintegrierten Arbeitsplatz. Er wird in einem Seniorenheim in der Wäscherei arbeiten, aber Mitarbeiter der Werkstatt bleiben. Auf diese Weise erhält der Schüler den besonderen Schutz der Werkstatt für Behinderte und integriert sich gleichzeitig weitgehend in das "normale" Arbeitsleben.

Arbeitsverträge mit den Betrieben werden in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt abgeschlossen. In der Regel wird die Form der unterstützten Beschäftigung gewählt, der zunächst auf ein Jahr befristet ist und maximal insgesamt zwei Jahre dauern kann. In dieser Zeit erhalten die SchülerInnen noch keinen Tariflohn und der Betrieb ist entsprechend gering belastet. Er muss nur die Sozialversicherung der SchülerInnen verwalten.

Besonders leistungsfähige SchülerInnen, die überdurchschnittliche Fähigkeiten in den Kulturtechniken vorweisen, erhalten nach Beendigung des Bildungsgangs die Möglichkeit, eine Berufsausbildung zum Beikoch oder Helfer im Gastgewerbe zu absolvieren. Bisher hat eine Schülerin die Ausbildung zum Beikoch erfolgreich durchlaufen. Ein weiterer Schüler befindet sich zurzeit in diesem Bildungsgang in der Küche des RWB.

Neben der leicht messbaren Vermittlung in Arbeit spielt aber auch die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler eine große Rolle. So kommen die SchülerInnen in der Regel aus kleinen Förderschulen mit vielleicht 80 – 100 SchülerInnen. Alleine die Fähigkeit zu erwerben, sich nun in einem Berufskolleg mit über 2000 Schüler zurechtzufinden, ist eine Leistung. Mit der Zeit sieht man die Schüler, die zu Beginn angesichts der Größe der Schule noch ängstlich waren, sich völlig selbstverständlich und selbständig durch das Schulgelände bewegen. Durch Verkaufsaktionen selbst zubereiteter Lebensmittel, regelmäßige Erstellung einer Schülerzeitung, eine Theateraufführung usw. integrieren sich die Schüler in das allgemeine Schulleben. Und Schülern, die lernen, sich selbständig durch Bonn zu bewegen, eröffnet sich eine ganz neue Welt.

Finanzen und andere Probleme

Die Ausgestaltung dieses Bildungsgangs als schulische Veranstaltung ist finanziell aufwändiger als andere Bildungsgänge an unserem Berufskolleg. Volkswirtschaftlich betrachtet sieht das aber anders aus. Ohne diesen Bildungsgang würden fast alle SchülerInnen in der Werkstatt für Behinderte arbeiten. Westfalens Landesdirektor Schäfer bezifferte bereits 2002 die Kosten pro Behinderten auf "rund 100 Euro pro Tag für Werkstatt- und Wohnheimplatz."7 Das sind 30150 € im Jahr. Wenn statt dessen auch nur ein Schüler im betreuten Wohnen lebt, sein Leben lang auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeitet und sogar noch Steuern zahlt, hat sich ein zweijähriger Bildungsgang schon amortisiert, selbst wenn noch Kosten für eine lebenslange Unterstützung der Beschäftigung und des Wohnens entstehen.

4.2 Berufliche Inklusion in der Höheren Berufsfachschule Sozial- und Gesundheitswesen8

Vorbemerkung

Dieses Modell wird noch nicht praktiziert, ist aber von den Kollegen und Kolleginnen der Bildungsgangkonferenz beschlossen worden. Die erweiterte Schulleitung hat ihm auch zugestimmt.

Inklusive Klasse im Bildungsgang "Höhere Berufsfachschule Sozial- und Gesundheitswesen"

Eingerichtet werden soll diese Klasse in dem Bildungsgang "Höhere Berufsfachschule Sozial- und Gesundheitswesen", die mit der Allgemeinen Fachhochschulreife abschließt. Der Bildungsgang dauert zwei Jahre und in jedem der vier Schulhalbjahre bildet ein Lernfeld den inhaltlichen Unterrichtschwerpunkt:
• 1. Halbjahr: Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
• 2. Halbjahr: Arbeit mit Kranken
• 3. Halbjahr: Arbeit mit Senioren
• 4. Halbjahr: Arbeit mit Menschen mit Behinderung.

Die Schüler dieses Bildungsgangs machen nach dem Abschluss häufig Ausbildungen zum Erzieher, Heilerziehungspfleger und Krankenpfleger oder studieren Soziale Arbeit und Gesundheitsmanagement.

Wie bei dem beruflichen Schwerpunkt nicht anders zu erwarten, zeigen diese Schüler meist eine höhere Bereitschaft zu sozialem Engagement als vergleichbare Jugendliche ihres Alters.

Es gibt vor allem vier Gründe, warum die inklusive Modellklasse gerade in der BFH eingerichtet werden soll:

• Es ist eine recht hohe Akzeptanz bei den Regelschülern im Umgang mit Behinderung und Benachteiligung zu erwarten.

• Die Regelschüler erlernen im Unterrichtsalltag den Umgang mit Menschen mit Behinderung. Er wird so für sie etwas Selbstverständliches.

• Die Schüler mit Behinderung oder Benachteiligung erlernen von den Regelschülern andere Lernstrategien und andere soziale Handlungsmuster. Dabei darf Inklusion keine Einbahnstraße sein, in dem Sinne, dass die Regelschüler geben und die Förderschüler nehmen. Bei einer solchen Situation besteht nämlich die Gefahr, dass die Förderschüler in völlig unangemessene "Prinzenrollen" geraten. Vielmehr muss das Unterrichtsgeschehen ein gegenseitiges Geben und Nehmen aller sein. Alle Schüler müssen lernen, aufeinander Rücksicht zu nehmen.9

• Befremdlich ist es, dass Inklusion am Gymnasium praktisch nicht stattfindet. Diesem fragwürdigen Trend soll hier entgegengewirkt werden, indem Inklusion in einer Klasse, die zur Allgemeinen Fachhochschulreife führt, angesiedelt wird.

Adressaten

In diese Klasse werden aufgenommen

• Regelschüler, die die Fachoberschulreife erworben haben und
• Förderschüler, bei denen ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt oder eine deutliche Benachteiligung beschreibbar ist.

Alle Schüler müssen sich für das Berufsfeld Sozial- und Gesundheitswesen interessieren.
Zielsetzung

Die Regelschüler verfolgen selbstverständlich das Ziel der Allgemeinen Fachhochschulreife.

Bei den Förderschülern wird der in der Klasse unterrichtende Sonderpädagoge individuell die anzustrebenden Ziele festlegen.

Mögliche Ziele sind:

Zielgleich:

• Allgemeine Fachhochschulreife

Zieldifferent:

• Vorbereitung auf
- Berufsausbildung z.B. als Sozialhelfer
- Hilfstätigkeit im Sozial- und Gesundheitswesen
- betriebsintegrierten Arbeitsplatz der WfB im Sozial- und Gesundheitswesen
• den jeweils nächst höheren Schulabschluss erwerben.

Organisatorische Rahmenbedingungen

Die Klassenstärke liegt bei 20 Regelschülern und 4 Förderschülern oder 22+3 oder 18+5. Es unterrichten durchgängig im Teamteaching ein Fachlehrer und ein Sonderpädagoge. Ein pädagogisch nutzbarer Nebenraum steht zur Verfügung.

Diagnostik und individuelle Förderung

Der Sonderpädagoge macht eine gründliche Diagnostik der Förderschüler, entwickelt daraus zusammen mit jedem Förderschüler einen individuellen Förderplan. Darin werden die Wege festgelegt, die der jeweilige Schüler in den zwei Jahren nehmen sollte, und die Ziele entwickelt, die er am Ende des zweijährigen Bildungsgangs erreichen kann und will. Er erstellt dazu mit jedem Förderschüler ein Portfolio. Selbstverständlich werden während der zwei Jahre Wege und Ziele immer wieder reflektiert und ggfs. auch verändert.

Bei den Regelschülern soll dieser Prozess oder Teile dieses Prozesses nur in Einzelfällen – bspw. bei besonderen Stärken oder Schwächen - stattfinden. Der Klassenlehrer führt aber im Laufe der zwei Jahre wiederholt mit allen Regelschülern Beratungsgespräche, in denen Schüler und Lehrer gemeinsam die jeweiligen Ausgangsbedingungen, Stärken, Schwächen und Entwicklungsmöglichkeiten des Schülers individuell reflektieren.

Unterrichtsgestaltung

Bezüglich der Unterrichtsgestaltung kann man zunächst auf das Modell von Sven Jennessen und Michel Wagner zurückgreifen. Sie fordern für einen "hochwertigen inklusiven Unterricht" Folgendes:

"Es muss Lernangebote umfassen,
• in denen in heterogenen Gruppen gemeinsam an gemeinsamen Gegenständen zieldifferent gelernt werden kann,
• in denen in heterogenen und/oder homogenen Gruppen an verschiedenen Gegenständen zieldifferent gelernt werden kann,
• und in denen zieldifferent in exklusiv-individuellen Einzelsituationen gelernt werden kann."10
Selbstverständlich müssen auch Lernangebote mit zielgleichen Lernangeboten möglich sein.

Der Unterricht erfolgt im Teamteaching: Das bedeutet, dass Fach- und Förderlehrer den Unterricht gemeinsam planen und evaluieren. Während des Unterrichts hat einer die Unterrichtsführung, während der andere Lehrer individuelle Unterstützung gibt und / oder Teile des Unterrichts übernimmt.

Der Fachlehrer hat die Verantwortung dafür, dass die prüfungsrelevanten Unterrichtsinhalte angemessen berücksichtigt werden.Der Sonderpädagoge hingegen hat dafür Sorge zutragen, dass sich die Schüler mit Förderbedarf nicht bloß mit didaktisch reduziertem Lernstoff der Regelschüler auseinandersetzen, sondern auch ganz eigene Lerninhalte haben, z.B. bei Schülern mit geistiger Behinderung der Erwerb alltagspraktischer Fähigkeiten, wie das Einkaufen oder das Zubereiten von Nahrungsmitteln.

Speziell in der beschriebenen Klasse sind darüber hinaus Situationen sinnvoll, in denen Regelschüler die Aufgabe erhalten, den erworbenen Lernstoff didaktisch-methodisch so zu reduzieren, dass er bspw. auch einem Menschen mit dem Förderbedarf geistige Entwicklung vermittelbar ist.

Ebenso sind neue Unterrichtssituationen zu erwarten, die es im traditionellen an homogenen Lerngruppen orientierten Unterricht überhaupt nicht gibt: Angenommen, in dieser Klasse lernt ein Schüler mit Down-Syndrom und im Lernfeld 4 "Arbeit mit Menschen mit Behinderung" wird das Down-Syndrom zum Thema des Unterrichts.
In einem gelingenden Unterricht wird der Schüler mit Down-Syndrom sich verstärkt selbst reflektieren und sich hinsichtlich seiner Behinderungsverarbeitung weiterentwickeln. Die Unterrichtssituation der anderen Schüler verbessert sich dahingehend, dass sie nicht mehr nur über das Thema Down-Syndrom, sondern vielmehr mit Menschen mit Down-Syndrom arbeiten.

Praktikum

Die Schüler absolvieren Praktika in Kindergärten, Krankenhäusern und Seniorenheimen. Für die begleitung der Regelschüler sind die Berufschullehrer zuständig, für die Förderschüler die Förderpädagogen. Die Regelschüler suchen sich ihre Praktikumsplätze selbständig, die Förderschüler ggfs. Mit Unterstützung durch die Förderpädagogen.

Evaluation

Der Erfolg der inklusiven Klasse wird vor allem an drei Kriterien zu messen sein:

Leistung: der leistungsmäßige Erfolg wird sich relativ einfach an der Quote der erfolgreichen Abschlüsse messen lassen. Die Regelschüler gelten als erfolgreich, wenn sie die Allgemeine Fachhochschulreife erwerben und die Förderschüler, wenn sie die im Förderplan festgelegten Ziele erreichen.

inklusive Atmosphäre: es entsteht bei aller Verschiedenheit eine Atmosphäre gegenseitigen Respekts, gegenseitiger Unterstützung und Wertschätzung. Hier wird es Aufgabe der unterrichtenden Lehrer sein, diese inklusive Atmosphäre im Unterricht zu thematisieren und den Gruppenprozess entsprechend sensibel zu begleiten.

inklusive Lebensperspektive: Die inklusive Klasse wir nur dann als erfolgreich gewertet werden können, wenn Inklusion nicht bloß in der Klasse stattfindet, sondern wenn darüber hinaus insbesondere den Förderschülern inklusive berufliche und allgemeine Lebensperspektiven eröffnet werden.

5 Resümee

Der Artikel hat sich befasst mit der Inklusion an Berufsschulen. Berufsschule darf sich aber nicht nur mit sich selbst beschäftigen.

Denn Inklusion kommt erst an ihr Ziel, wenn sie auch im Erwachsenenleben – nach der Berufsschule - gelingt.



Was das für einen Menschen mit Behinderung bedeuten kann, sei zum Schluss am Beispiel Regina verdeutlicht:

Regina

Regina ist 20 Jahre alt und besucht die Schule für geistig Behinderte. Sie steht vor einer für sie wichtigen Entscheidung.

Sie kann den Weg nehmen, wie er traditionell heute für geistig behinderte Menschen üblich ist. Sie wird in ein Heim ziehen und in der Werkstatt für Behinderte Beschäftigung finden. Sie wird im Heim und in der Werkstatt gut versorgt sein. In der Werkstatt wird sie immer Arbeit haben und im Heim wird es für ihre Freizeitgestaltung nicht nur den Fernseher, sondern auch eine Teestube und eine Gruppe für kreatives Gestalten geben. Im Heim wird sie wohnen und ein Kleinbus bringt sie täglich vom Heim in die Werkstatt und wieder zurück. Aber ihre Welt wird im wesentlichen auf Werkstatt und Heim beschränkt sein. Bonner Durchschnittsbürger sieht sie immer nur am Fenster des Kleinbusses. Und kein Bonner, wenn er nicht gerade in der Behindertenarbeit tätig ist, wird Regina jemals kennen lernen. Vielleicht sitzt Regina manchmal am Fenster ihres Kleinbusses und wünscht sich dieses ihr unbekannte Leben dort draußen kennen zu lernen, auch wenn ihr das Unbekannte gleichzeitig ein wenig Angst macht.

Oder sie wählt einen neuen Weg. Dann wird sie in eine Mietwohnung ziehen, wahrscheinlich mit anderen behinderten Menschen zusammen, aber mit Menschen wie du und ich als Nachbarn. Betreuer werden ihr zur Seite stehen, die sie zwei- bis dreimal die Woche besuchen und ihr bei Dingen behilflich sind, die sie alleine nicht bewältigt. Und sie wird vielleicht lernen, mit Bus und Bahn zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen. Für den Fall, dass ein Problem auftritt, dass sie allein nicht lösen kann, hat sie ein Handy in der Tasche, mit dem sie sich Hilfe rufen kann. Sie arbeitet in einem Hotel. Diese Arbeit hat sie in der Berufsschule gelernt und die Lehrer sind im Praktikum mit ihr in den Betrieb gegangen und haben sie dort auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Auch wenn nach dem Ende der Schule Probleme auftreten, stehen ihr Betreuer zur Seite. Aber diese Betreuer braucht sie mit der Zeit immer seltener. Der Durchschnittsbürger wird vielleicht ihr Nachbar und wird mit ihr über den dieses Jahr so milden Winter sprechen oder Regina bringt ihm im Restaurant des Hotels die Getränke und freut sich wie jeder andere Kellner auch, wenn der Gast zu ihr freundlich ist. Regina und die Durchschnittsbürger können sich kennen lernen.



1ZEIT MAGAZIN 14.03.2013 S. 29.
2www.behindertenbeauftragter.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Broschuere_UNKonvention_KK.pdf?__blob=publicationFile
3 www.aktion-mensch.de/inklusion/was-ist-inklusion.php?et_cid=28&et_lid=86206
4 www.rwbk-bonn.de
5Bundesinstitut für berufliche Bildung: www.good-practice.de/3349.php
6www.spiegel.de/schulspiegel/inklusion-probleme-bei-integration-behinderter-kinder-in-regelschulen-a-876847.html
7General-Anzeiger 05.08.2002 Bonn
8www.berufsbildung.schulministerium.nrw.de/cms/upload/_lehrplaene/c/sozial-gesundheiswesen_curskizze.pdf
9Auf Anregung von Christoph Höhle
10 Jennessen, Sven u. Wagner, Michael: Alles so schön bunt hier!? Grundlegendes und Spezifisches zur Inklusion aus sonderpädagogischer Perspektive. In: Zeitschrift für Heilpädagogik, 08 2012, S. 341.

6 Literaturverzeichnis

Annan, Kofi: Alles beginnt mit einem Traum. In: ZEIT MAGAZIN 14.03.2013 S. 29.
UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung.
In:
www.behindertenbeauftragter.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Broschuere_UNKonvention_KK.pdf?__blob=publicationFile.

Was ist Inklusion?
In: www.aktion-mensch.de/inklusion/was-ist-inklusion.php?et_cid=28&et_lid=86206.

Das Robert-Wetzlar-Berufskolleg.
In: www.rwbk-bonn.de.

Benachteiligung.
In: Bundesinstitut für berufliche Bildung: www.good-practice.de/3349.php.

Greiner, Lena: Alle sind überfordert.
In:
www.spiegel.de/schulspiegel/inklusion-probleme-bei-integration-behinderter-kinder-in-regelschulen-a-876847.html.
Kosten für Werkstatt- und Wohnheimplätze.
In: General-Anzeiger 05.08.2002 Bonn.

Curriculare Skizze Höhere Berufsfachschule Sozial- und Gesundheitswesen.
In:
www.berufsbildung.schulministerium.nrw.de/cms/upload/_lehrplaene/c/sozial-gesundheiswesen_curskizze.pdf.

Jennessen, Sven u. Wagner, Michael: Alles so schön bunt hier!? Grundlegendes und Spezifisches zur Inklusion aus sonderpädagogischer Perspektive.
In: Zeitschrift für Heilpädagogik, 08 2012, S. 341.